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Hallo liebe Leser und Mitautoren!

Schon seit einer Weile höre ich regelmässig den Autoren-Podcast Writing Excuses von Brandon Sanderson, Mary Robinette Kowal, Howard Tayler und Dan Wells, (den ich übrigens jedem Autor wärmstens empfehlen kann). Das letzten Jahr bauten die Podcaster auf wie einen Schreibkurs, begonnen mit dem Thema der Ideensuche bis im Dezember mit der Verlags-/Agentursuche. Zu jeder Folge gehört eine kleinere Aufgabe.

Mit ein paar Autorenkollegen habe ich dieses Jahr beschlossen, mich diesem „Kurs“ und den dazugehörenden Aufgaben zu stellen! Wenn alles nach Plan läuft, solltet ihr hier also jede Woche meine neusten Resultate finden können. Bis Ende Jahr werdet ihr mich also eng bei der Planung eines brandneuen Romans begleitet haben. Ich hoffe die Sache interessiert euch und dass ich euch ein wenig Einblick geben kann in die Art, wie ich an ein Romanprojekt herangehe.

Über Rückmeldungen jeglicher Art freue ich mich natürlich sehr!

 


 

Woche 1: Seriously, where do you get your ideas?

→ Schreibe fünf verschiedene Romanideen auf in 150 Wörtern oder weniger. Diese Ideen sollen aus folgenden fünf Quellen heraus entstehen:

  • Aus einem Gespräch, welches du geführt hast
  • Aus Recherche, die du betrieben hast (Wissenschaftsnews, Miliärgeschichte, etc)
  • Aus einer Beobachtung (geh spazieren!)
  • Aus den Medien (schau dir einen Film an)
  • Aus einem Musikstück (mit oder ohne Lyrics)

Dann kommen hier mal meine Lösungen:

1. Aus einem Gespräch, welches du geführt hast
Im Büro hatten wir letztens eine kleine Diskussion über die Machtverhältnisse der Welt und jemand hat da was fallen lassen, was mir direkt eine Idee brachte. Dieser Jemand meinte, eine Gruppe von 15 – 20 talentierten Hackern besäße theoretisch die Fähigkeit so ziemlich alles zu erreichen. Nur theoretisch? Pah!

Die Welt steht am Abgrund. Terrorismus, Krieg und Krankheit haben mehr Löcher in die Gesellschaft gerissen, als sie verkraftet. Nur ein enges Zusammenspiel der Nationen könnte verhindern, dass alles den Bach runter geht. Aber natürlich ist keiner bereit, den ersten Schritt zu tun.

Lionel wurde mit Schaltkreisen im Hirn und Transmittern im Herzen geboren, zumindest pflegten das seine Eltern zu sagen. Nach ihrem frühen Tod durch ein Virus geriet Lionel auf die schiefe Bahn, schlug sich mit Kriminalitäten in den Weiten des Internets durch. Da schickt ihn ein anonymer Auftraggeber auf eine virtuelle Schnitzeljagd. Erst spät erkennt Lionel, dass es sich dabei weder um ein Geschäft, noch um ein Spiel handelt, sondern um eine Prüfung. Als er sie besteht, wird ihm eröffnet, mit wem er es zu tun hat: Hacking the Planet, eine bisher geheime Organisation einer Handvoll Hackern, die es sich zum Ziel gemacht haben, die Erde zu retten.

2. Aus Recherche, die du betrieben hast
Heute bin ich über einen Artikel gestossen, der erklärt, wie man auf dem Mars im Falle einer Besiedelung Beton herstellen könnte. Und irgendwie habe ich dabei aus Versehen Big Brother in Outer Space erfunden…

Linda ist Ingenieurin und gehört zu einer ausgewählten Gruppe von Menschen, die sich als erste auf dem Mars niederlassen dürfen. Dies ist natürlich nicht ganz zufällig, da das Leben auf dem fremden Planeten erst einmal gelernt werden muss. Gemeinsam mit elf weiteren Wissenschaftlern hat Linda den Auftrag, sich mit den fundamentalsten Problemen der Bevölkerung des Mars’ auseinanderzusetzen und Lösungsansätze zu evaluieren. Dies ist nicht nur intellektuell anspruchsvoll, sondern auch zwischenmenschlich, wenn man bedenkt, dass die zwölf für lange Zeit auf kleinstem Raum zusammenleben werden.

3. Aus einer Beobachtung
Da habe ich mir eine schwierige Aufgabe gestellt. Auf dem Weg zur Arbeit fahre ich immer an einen grossen Schriftzug an einem Gebäude vorbei. Schriftart ist in etwa dieselbe wir Toys’r’us und das ganze in Regenbogenfarben. Es steht: Love invents us. Schon immer fragte ich mich, wer hinter dem Schriftzug steht und was es damit auf sich hat, darum will ich jetzt darauf eine Plotidee entwickeln. Wichtig zu wissen: Ich schreibe eigentlich nie Liebeselemente in meine Geschichten. 😉

Liebe ist mächtig, hört man ständig. Auf dem Planeten ABC ist das aber nicht nur etwas schnödes Gerede, sondern sie meinen, was sie sagen. Einem Wissenschaftler ist es gelungen, Emotionen zu extrahieren und in Ampullen zu füllen. Diese Emotionen bergen die Energie verschiedenste Arten von Maschinen anzutreiben. Die Gemüter scheiden sich an der Frage, welche Emotionen sich am besten verwenden lassen, die mächtigsten Maschinen des Planeten anzutreiben. Die Seiten kristallisieren sich eindeutig heraus: Liebe oder Angst. Als dem Planeten der Krieg erklärt wird, gilt es aufzurüsten und möglichst viele Energieressourcen für die Kriegsmachinerie bereitzustellen. Im Zentrum stehen zwei Fragen. Ist es realistisch genug Liebe zu finden in Kriegszeiten? Oder wollen wir riskieren die Angst unter der Bevölkerung zu schüren, nur um genug Ressourcen zu Verfügung zu haben?

4. Aus den Medien
Da habe ich gestern gerade einen TED-Talk mit dem Titel Have we reached the End of Physics? geschaut, was mich auf eine etwas abgefahrene Idee gebracht hat. Die Entdeckung der physikalischen Gesetze hautnah!

In einer klassischen Fantasy-Welt namens XYZ hat man bisher alles mit Magie erklärt. Sie ist es, was die Welt im Innersten zusammenhält. Ihretwegen stehen die Sterne an ihrem Platz und ihretwegen fliessen die Flüsse bergab. Die gesellschaftliche Ordnung ist einfach: Je besser jemand die Magie beherrscht, desto mehr hat er zu sagen.

Thalos versteht nicht viel von Magie, ist gerade mal fähig die grundlegenden Schwierigkeiten des Lebens damit zu meistern, was ihn so ziemlich ans untere Ende der Gesellschaft verbannt. Er ist jedoch nicht dumm. Somit beginnt er schon früh, andere, der Magie abgewandte Erklärungen für die Phänomene der Welt zu suchen. Diese Theorien nennt er Physica und schafft damit die Grundlage gigantischem Fortschritts für XYZ. Nur dumm, dass ein grosser Teil der Bevölkerung absolut kein Interesse an solchem Fortschritt zu haben scheint…

5. Aus einem Musikstück
Magic – Bruce Springsteen

Bruce ist ein Magier. So ein Richtiger. Zugegeben, seinen Lebensunterhalt verdient er sich mit billigen Tricks an Geburtstagen und Firmenevents. Das heisst aber nicht, dass er nicht wirklich Magie wirken kann. Seit er seine Fähigkeiten entdeckt hat, träumt er davon, gross heraus zu kommen auf den Bühnen von Las Vegas. Dazu fehlt ihm jedoch schlichtweg das Charisma und die Ellenbogen. Dass er seine Kräfte auch für Grösseres einsetzen könnte, daran will er gar nicht erst denken, denn ihm schaudert es vor der Verantwortung. Bis eines Tages eine fremde Frau in sein Leben tritt und damit droht, alles, was er kennt und liebt zu vernichten.

 


 

Fazit Woche 1:

Das wären meine Ideen für diese Woche. Nur schon bei Punkt 1 hätte ich inzwischen wieder drei andere, weil ich einfach viel zu interessante Gespräche führe! Momentan tendiere ich auch dazu, Nummer 1 umzusetzen. Nummer 2 und 5 sind mir selber noch viel zu schwammig, als dass ich beurteilen könnte, ob da was Anständiges draus werden könnte. Nummer 3 und 4 fände ich auf jeden Fall spannend und wäre auch mal was ganz anderes, als ich bisher geschrieben habe. Ich bin gespannt, wie sich das weiterentwickelt.

 

Nun meine Frage an euch: Welche Idee würdet ihr am liebsten lesen? Wovon werdet ihr am meisten inspiriert?

 

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[…] nachzuholen (ja, ich wiederhole mich…). Für die, die noch nicht wissen, worum es dabei geht: Hier findet ihr eine kurze Erklärung. Und nun folgt meine Lösung zu der offiziellen Woche […]

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Anke
Gast
Anke

Grüß dich. 🙂 ich finde die Idee mit den Hackern echt cool. Erinnert mich irgendwie an stirb langsam 4, wo eine Handvoll Hacker einen firesale herbeiführen. Nur bei dir ist es umgedreht. Ich finde sowas sehr faszinierend. Bin gespannt was daraus wird.
LG Anki